Begleitkinder in der Gelderland-Klinik

Dieser Raum bietet einen Schlafplatz für die Eltern. Unter dem Bett befindet sich eine ausziehbare Schlafgelegenheit.

Ein modernes Etagenbett steht in diesem Kinderzimmer bereit

Für eine entspannte Atmosphäre sorgt das Spielzimmer.

08. Dezember 2017

Wichtiger Standortfaktor und ein Alleinstellungsmerkmal

Von: Stefanie Hamm, Fotos: Toine Leferink

Geldern. Seit gut 20 Jahren nimmt die Gelderland-Klinik im niederrheinischen Geldern Begleitkinder im Alter von bis zu 12 Jahren auf, wenn während der Rehabilitation der psychosomatisch erkrankten Eltern keine angemessene Betreuung am Heimatort sichergestellt werden kann.

Während ihres Aufenthalts - in der Regel 4 - 6 Wochen - werden sie tagsüber von fortgebildeten Tagesmüttern betreut. Schulpflichtige Kinder besuchen eine der ortsansässigen Schulen. Frühstück und Abendessen nehmen Kinder und Eltern gemeinsam ein. Für den Abend gibt es 2 - 3mal in der Woche ein Sport-Spiel-Bastelprogramm. Am Wochenende betreuen die Mütter oder seltener auch Väter ihre Kinder selbst.

Für Eltern mit Begleitkindern wurden im Rahmen der Modernisierung spezielle Eltern-/Kind-Zimmer mit eingerichtet. In der Regel gibt es hier ein eigenes Kinder-Schlafzimmer mit Schlafmöglichkeit für zwei Kinder im Etagenbett. Für ein drittes Kind kann neben dem Bett der Mutter durch Auszug eine zusätzliche Schlafmöglichkeit geschaffen werden. Für Kleinkinder stehen Babybetten zur Verfügung. Ein eigener Sanitärbereich gehört in der Gelderland-Klinik zum Standard.

In der Freizeit dürfen Sporthalle, Kreativräume und Schwimmbad genutzt werden. Zudem gibt es für die Kleinen ein eigenes Spielzimmer. Eine ehrenamtliche Betreuerin hat Freizeitangebot durch die Ausleihe von Büchern und kindgerechten Medien ergänzt.

Das Konzept kommt bei den Kostenträgern gut an. Insbesondere die große Altersspanne bietet Eltern die Möglichkeit, auch mit mehreren Kindern anzureisen. Dies ist aus Sicht der Kostenträger ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die Nachfrage nach Begleitkinderaufnahmen ist hoch und wird prognostisch hoch bleiben, da generell der Bedarf nach psychosomatischer Reha steigt und Patienten mit durchlässigem sozialem Netz zu den Klienten gehören. Aktuell besteht bei mehrmonatiger Wartezeit eine Warteliste.

Bei der Aufnahme der Begleitkinder stößt die Einrichtung an ihre Grenzen. Bis zu zehn Elternteile mit ihren Kindern können gleichzeitig aufgenommen werden. Eine weitere Steigerung ist aus einer Reihe von Gründen nicht geplant. So möchte die Klinik für die erwachsenen Patienten Ruhe und Entspannung bieten. Das Klinikklima verändert sich aber, wenn deutlich mehr Kinder im Haus sind. Auch die Betreuung ist schwierig.

Schon jetzt ist es kaum möglich, der Nachfrage nachzukommen. Kindergärten und Tagesstätten haben keine freien Plätze. Gleiches gilt für die Offenen Ganztage in den Schulen. Tagesmütter, die beim Jugendamt gemeldet sind, werden aufgrund der hohen Nachfrage in der Stadt, dort eingebunden. Sie nehmen zudem ungern Kinder nur für wenige Wochen auf.

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