Demenz mit Leichtigkeit begegnen

31. August 2018

Demenz-Expertin Sophie Rosentreter live im Alten- und Pflegeheim Maria vom Siege

 

Koblenz-Wallersheim. Kann man „Demenz mit Leichtigkeit begegnen“? Eine Frage unserer Zeit, die im Zuge des demografischen Wandels immer mehr Menschen intensiv beschäftigt. Um diesem wichtigen Thema eine Plattform zu geben, hatte Jutta Kettermann, Leiterin des Alten- und Pflegeheims Maria vom Siege, unterstützt durch Sponsoring der Firma apetito catering und der Sophien-Apotheke Koblenz, am 31.08.2018 nach Koblenz-Wallersheim zu dem Fachvortrag „Demenz mit Leichtigkeit begegnen“ eingeladen.

Der Referentin Sophie Rosentreter ist es gelungen, den zahlreichen und teilweise weit gereisten Besuchern das Thema Alter und Demenz in einem neuen Licht zu zeigen. In ihrem kurzweiligen und hoch emotionalen Fachvortrag hat die aus Medien und TV bekannte Demenz-Aktivistin das Wesen der Demenz anschaulich erklärt und persönliche Erfahrungen mit gewonnenem Know-how in einem Konzept verknüpft, das sich als Ratgeber sowohl für Pflegeprofis als auch für pflegende Angehörige versteht. „Liebe, Wertschätzung und eine Aufgabe sind im Umgang mit demenziell veränderten Menschen entscheidend“, so Rosentreter, die in ihren Fachvorträgen dafür wirbt, den Menschen eine Aufgabe zu geben und sie weiterhin in unserer Gesellschaft zu integrieren. „Ich weiß nur zu gut, wie schwierig es für eine Familie ist, wenn das Gefühl wächst, zu den Lieben nicht mehr vorzudringen und sie damit ein Stück weit zu verlieren. Da sind viele Emotionen im Spiel und eine große Hilflosigkeit“, so Rosentreter über die eigenen Erfahrungen, die sie während der Demenzerkrankung ihrer Großmutter Ilse gemacht hat. Sich professionelle Unterstützung zu suchen, dürfe niemals als persönliche Schwäche oder als eigenes Versagen gewertet werden, sondern könne in vielen Fällen eine große Erleichterung darstellen.

Im Anschluss an den Fachvortrag lud Jutta Kettermann die Referentin und das Publikum dazu ein, sich bei einer Stärkung auszutauschen. Die teils selbst betroffenen Besucher nutzten die Gelegenheit zum Dialog und diskutierten rege über eigene Erfahrungen und über die Alltagsprobleme im Umgang mit demenziell veränderten Menschen.

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