LINX-OP gegen Reflux

04. Juli 2018

St.-Clemens-Hospital etabliert erfolgreich innovative Methode zur Behandlung eine pathologischen Reflux

 

Was sich Dr. med. Susanne Born, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie im St.-Clemens-Hospital Geldern, locker um den Finger legt, ist kein Schmuckstück, sondern eine kleine Revolution in der Therapie des Reflux – das LINX-System. Die Kette aus Titankugeln mit Magnetkern wird zur Stabilisierung um den oberen Magenpförtner gelegt und verhindert den Rückfluss der ätzenden Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus). Rund 30 Minuten dauert der Eingriff, der minimalinvasiv, also mit kleinsten Schnitten, ausgeführt wird. Anschließend sind die Patienten beschwerdefrei.

Professor Dr. Sebastian Schoppmann, stellvertretender Leiter der klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie an der Universitätsklinik Wien, arbeitet bereits seit 2012 mit dem System. „Wir haben durchweg gute Erfahrungen mit LINX gemacht. Anders als die medikamentöse Behandlung ist sie nebenwirkungsfrei. Auch gegenüber herkömmlichen Operationsverfahren hat LINX entscheidende Vorteile. Denn der Ring ist ein Hilfsmittel, das wir implantieren und jederzeit wieder entfernen können. Wir müssen nicht in die individuelle Anatomie des Patienten eingreifen.“ Der Spezialist ist eigens nach Geldern gereist, um der Chefärztin bei den ersten Eingriffen zu assistieren. „Wir arbeiten mit einem extrem standardisierten  Operationsverfahren, das Frau Dr. Born als erfahrene minimalinvasive Chirurgin vorbildlich umgesetzt hat“, lobt Schoppmann die Kollegin im Anschluss. Das Verfahren hat sich in Wien bereits bewährt. „Wir haben eine Art Sicherheitssystem bei der Umsetzung neuer Operationsmethoden. Sie kommen zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum zum Einsatz. Anschließend pausieren wir, um zu prüfen, ob Komplikationen auftreten. Ist die Beurteilung positiv, wird das Verfahren in eine Routineleistung überführt.“ Diese Vorarbeit ist lange erledigt und so können die Patienten am Niederrhein nun davon profitieren.

Nach vorsichtigen Schätzungen leiden rund 30 % der Bevölkerung unter einem pathologischen Reflux. Oft bleibt die Erkrankung unerkannt. Erst wenn die aggressive Säure zu Folgeerkrankungen führt, zum Beispiel an der Lunge oder den Zähnen,  wird der Reflux diagnostiziert. Das Fatale daran: Oft ist die Schleimhaut der Speiseröhre zu dem Zeitpunkt bereits irreparabel geschädigt. Für viele Patienten kann die LINX-Therapie hier Abhilfe schaffen. „Ob wir erfolgreich operieren können, wird vorab durch einige Untersuchungen geklärt. So müssen wir sicher sein, dass die Beweglichkeit der Speiseröhrenmuskulatur erhalten ist“, erklärt Dr. med. Susanne Born. Über die einzelnen Schritte informiert die Chefärztin in ihrer Ösophagus-Sprechstunde. Termine können unter Telefon 02831 390-2602 vereinbart werden.

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