Klinik für Kinder und Jugendliche im St.-Clemens-Hospital erneut als GPGE-Weiterbildungsstätte zertifiziert

13. Dezember 2018  

Seit knapp vier Jahren gibt es in der Klinik für Kinder und Jugendliche des St.-Clemens-Hospitals Geldern einen kindergastroenterologischen Schwerpunkt mit stetig wachsenden Behandlungszahlen. Jährlich kümmern sich Chefarzt Dr. med. Karsten Thiel und sein Team um 800 kleine Patientinnen und Patienten mit akuten oder chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. „Das Spektrum der Störungen ist breit. Zu uns kommen Kinder und Jugendliche mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, häufigen Bauchschmerzen, chronischer Verstopfung oder Schluckstörungen. Wir beraten aber auch bei Ernährungsschwierigkeiten von Kindern mit Handycap, bei fortdauerndem Einkoten oder auffälligen Werten von Leber und Bauchspeicheldrüse“, beschreibt der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kindergastroenterologie und Neonatologie seine Arbeit.

Dabei steht für den Wahl-Geldrianer ein Aspekt im Vordergrund: „Medizin für Kinder muss kindgerecht sein. Wir können die Erwachsenenmedizin nicht eins zu eins auf den Organismus eines Heranwachsenden übertragen.“ Neben der Fachexpertise des behandelnden Arztes erfordere das eine kindgerechte Ausstattung, hochsensible, sehr kleine Endoskope und ein geschultes Team von Ärzten, Fachpflegekräften und Diätberatern. Unterstützt wird das Team von der Kinderpsychiaterin Daniela Herold, die regelmäßig in die Klinik für Kinder und Jugendliche kommt. Denn eine psychologische Begleitung der Kinder bei der Behandlung ist in vielen Fällen dringend erforderlich.

Im St.-Clemens-Hospital ist man also bestens auf die gastroenterologische Versorgung von Kindern eingestellt. Überregional sieht das leider anders aus. „In Nordrhein-Westfalen praktizieren nur rund 20 Kindergastroenterologen, die von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e. V. (GPGE) anerkannt sind. Der Bedarf an Fachärzten ist aber deutlich höher“, weiß Thiel. Deshalb hat für die GPGE die Weiterbildung von Kinderärzten zu Kindergastroenterologen ein großes Gewicht. Erklärtes Ziel ist dabei die flächendeckende Versorgung - vergleichbar mit der Situation in der Erwachsenen-Gastroenterologie.

Ausbilden dürfen nur anerkannte Weiterbildungszentren, die von einem erfahrenen Facharzt geleitet werden. Eines von ihnen ist die Klinik für Kinder und Jugendliche in Geldern, die jüngst erneut von der GPGE als Weiterbildungsstätte zertifiziert wurde. Für Dr. med. Karsten Thiel ist die Anerkennung eine große Auszeichnung. „Damit sind wir städtischen Maximalversorgern und Unikliniken gleichgestellt.“ Ergänzt wird das GPGE-Zertifikat durch eine vollumfängliche Weiterbildungsbefugnis der Ärztekammer Nordrhein für die Facharztausbildung zum Kindergastroenterologen

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